AD(H)S-Diagnostik
Haben Sie Schwierigkeiten sich zu konzentrieren? Fällt Ihnen die Organisation des Alltags schwer? Haben Sie Schwierigkeiten Termine einzuhalten? Dann können das Symptome von AD(H)S sein und es ist sinnvoll sich professionellen Rat einzuholen.
Was ist ADHS?
ADHS, oder Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung, ist eine Verhaltens- und emotionale Störung, die in der Kindheit und Jugend beginnt und sich durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität, und manchmal auch durch Hyperaktivität äußert. Lange Zeit wurde angenommen, dass sich Kinder aus dieser Erkrankung „herauswachsen“, jedoch zeigt sich, dass viele Betroffene auch im Erwachsenenalter Symptome zeigen.
ADHS-Symptome bei Erwachsenen
Bei Erwachsenen kann sich die Symptomatik von ADHS etwas anders manifestieren als bei Kindern. Sie erleben oft innere Unruhe und eine erhöhte Impulsivität, die sich in Ungeduld und abrupten, unkontrollierten Reaktionen zeigt. Unaufmerksamkeit kann sich in vermehrter Vergesslichkeit, leichter Ablenkbarkeit, und in der Tendenz, Details zu übersehen, äußern. Zudem kann ADHS im Erwachsenenalter zu Konflikten im zwischenmenschlichen Bereich, beruflichen Problemen und einem Gefühl der Überforderung führen.
Die Diagnosekriterien sind bei Erwachsenen dieselben wie bei Kindern, was bedeutet, dass Auffälligkeiten bereits sehr früh im Leben, insbesondere vor dem 7. Lebensjahr, vorhanden sein müssen und sich in mehreren Lebensbereichen zeigen sollten.
Bedauerlicherweise ist ADHS im Erwachsenenalter noch kaum erforscht. In unserer Praxis bieten wir Ihnen deshalb die Möglichkeit an, gemeinsam eine Diagnostik durchzuführen.
Zur umfassenden Erhebung der Symptomatik ziehen wir Fragebögen, Interviews und psychologische Tests heran. Des Weiteren beziehen wir Informationen von Bezugspersonen, wie Eltern oder Partner, mit ein.
Diagnostik von ADHS bei Erwachsenen
Die Diagnostik von ADHS bei Erwachsenen erfolgt bei uns in drei Schritten. Nach einem Erstgespräch, in der ein/e Psycholog*in die Symptomausprägungen beurteilt, folgt die Auswertung ihrer Selbstbeurteilung, sowie die Beurteilung einer Bezugsperson. Im zweiten Teil werden einige, für die Diagnose relevante, psychologische Tests durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen teilen wir ihnen in einem dritten Gespräch, der Befunderöffnung mit. Hier beraten wir Sie auch über angemessene nächste Schritte, wie einer medikamentösen Behandlung sowie dem Start einer psychotherapeutischen Behandlung.
Hinweis zur Durchführbarkeit der Diagnostik
In bestimmten Fällen kann eine fachgerechte Diagnostik vorübergehend oder dauerhaft eingeschränkt bzw. nicht mit der erforderlichen Zuverlässigkeit durchgeführt werden. Dies betrifft insbesondere Situationen, in denen eine psychische Krise, ein instabiler psychischer Zustand oder eine eingeschränkte Mitwirkungsfähigkeit vorliegt.
Sollte sich im Verlauf zeigen, dass eine Diagnostik zum aktuellen Zeitpunkt keine ausreichende Aussagekraft besitzt, werden wir Sie selbstverständlich in einem persönlichen Gespräch umfassend darüber informieren und gemeinsam mögliche nächste Schritte sowie alternative Vorgehensweisen besprechen.